This was my answer to a challenge which was originally posted in the forums on xfiles-mania.de. The task was to write a romance of no more than 500 words. Okay, so this story has 512 words, but you get the point. It was written in 2002…

 

„Monica!“

Die junge Frau zuckte zusammen, als sie die bekannte Stimme vernahm. Sie stand auf einem Stuhl und versuchte gerade, das Fenster im Büro ganz zu öffnen… was sich jedoch durch die vielen Akten die auf der Fensterbank lagen, als eine beinahe unmögliche Arbeit herausstellte.

„Was machen Sie denn am Montag morgen schon so früh hier?“ John legte einen Stapel Akten auf den Schreibtisch. Er machte sich nicht mehr die Mühe, Ordnung zu schaffen, denn das war ebenso unmöglich wie das Fenster zu öffnen. „Waren Sie überhaupt zuhause?“

„Ja!“ Monica stand noch immer auf dem Stuhl. „Aber ich hielt es einfach nicht mehr aus, deswegen bin ich seit zwei Stunden hier! Ich dachte, ich könnte mal die ganzen überfälligen Berichte bearbeiten!“

Als John sich umsah, zuckte Monica seufzend die Schultern. „Habe ich dann aber doch nicht gemacht!“

„Was haben Sie dann gemacht! Erzählen Sie mir nicht, Sie versuchen schon seit zwei Stunden, dieses verdammte Fenster zu öffnen!“

„Nein, das versuche ich erst seit einer halben Stunde! Halten Sie mal?“ Sie reichte ihm einen Stapel Akten und versuchte dann den Griff zu erreichen. „Ich habe nachgedacht, wissen Sie? Ich meine… was mir passiert ist… passiert wahrscheinlich jeden Tag hunderten von Menschen auf dieser Welt. Skrupellose Ärzte, die Menschen töten, um ihre Organe zu erhalten!“ Sie drehte sich abrupt herum. „Ich könnte tot sein!“

Ernst erwiderte er ihren Blick. „Wissen Sie… Sie sollten nicht so viel darüber nachdenken. Sie sind noch am Leben, das alleine zählt!“

„Ja… vielleicht!“ Monica stellte sich auf die Stuhllehne.

„Monica, Sie sollten vielleicht lieber vorsichtig sein!“ warnte John. „Warum wollen sie eigentlich das Fenster öffnen? Lassen sie es doch einfach zu!“

„Ich dachte, wir sollten mal ein bißchen Licht hier herein lassen. Das brauche ich jetzt!“

Er seufzte und legte dann die verstaubten Akten, die sie ihm gereicht hatte, auf den Schreibtisch zu den anderen Stapeln.

„John… ich muss etwas wissen! Audrey sagte etwas zu mir als ich in dieser… dieser Zwischenwelt war.“

Sie zögerte und schob wieder ein paar Akten zur Seite.

„Was sagte sie?“

„Sie sagte mir, daß… Sie mich wirklich sehr lieben! Ist das wahr?“ Als er nichts sagte, drehte sie sich um, dabei geriet jedoch der Stuhl ins Schwanken. John reagierte blitzschnell und fing sie auf, während der Stuhl krachend umfiel.

„Ich habe Ihnen doch gesagt, daß das zu gefährlich ist!“ schimpfte er leise. Ihre Gesichter waren nur Zentimeter voneinander entfernt.

„Sie haben mir nicht geantwortet!“ erwiderte die Frau. Als er sie einfach nur ansah, umfasste sie sein Gesicht mit beiden Händen und küsste ihn innig.

„Wissen Sie…“ sagte sie dann leise. „Ich liebe Sie nämlich auch sehr!“

„Oh, Monica!“ Er umarmte sie innig. „Ich wollte unsere berufliche Partnerschaft nicht zerstören…“

In diesem Moment erklang ein Räuspern von der Tür. Sofort lösten die beiden sich voneinander und fuhren herum.

Skinner sah sie verzweifelt an. „Ich bin lieber gar nicht hiergewesen!“ grummelte er und ging dann wieder.

Lachend sahen die beiden Agenten sich an.

„Armer Skinner!“ Und mit diesen Worten schlang Monica wieder die Arme um Johns Hals, und sie vergaßen die Welt um sich herum.

Ende (2002)